Ende Februar bzw. Anfang März war bei uns das Thema PlayPark FlyFF sehr präsent. Der Launch des philippinischen Speed-Servers stand kurz bevor und die FlyFF Community war aufgeregt zu erfahren, was genau es damit auf sich hat und wie der Server das Gameplay von FlyFF verändern könnte.

Die erste der beiden Saisons ist bereits beendet und die zweite startete vor Kurzem. Wir möchten die Gelegenheit für einen kleinen Rückblick nutzen und schauen, ob der Speed-Server wirklich ein so cooles Konzept ist.

EXP-/Drop-Raten und Bonus-Drops von Monstern

In unseren früheren Beiträgen verglichen wir das Konzept des Speed-Servers mit dem eines privaten Servers. Stellenweise fühlt es sich aufgrund der 25-fachen EXP- und 10-fachen Droprate auch wirklich so an. Dazu tragen auch die netten kleinen Bonus-Drops in Form von Power-Ups bei, die ab Stufe 30 von Monstern des Öfteren fallen gelassen werden.

Wenn man den zeitaufwendigen und anstrengenden Grind der normalen Version gewohnt ist, wirken diese „Features“ des Speed-Servers zunächst sehr verlockend. Wie es aber auch bei privaten Servern oft der Fall ist, so haben diese Features ihre Tücken.

Während einem das zeitaufwendige Verfolgen von Zielen am Ende ein gewisses Erfolgserlebnis verschafft, verliert es durch die Abkürzungen auf dem Speed-Server sehr schnell den Reiz. Aus reiner PvE-Sichtweise konnten wir hier also keinen großen Reiz finden, um uns längerfristig auf dem Speed-Server aufzuhalten.

PvP auf dem PlayPark FlyFF Speed-Server

Bei näherer Betrachtung der Spezifikationen des Meteonyker Speed-Servers wird allerdings deutlich, dass der Fokus gar nicht so sehr auf PvE liegt. Der täglich stattfindende Guild War deutet hier sehr offensichtlich an, wohin die Reise gehen soll. Wie genau sieht der Guild War aber auf Meteonyker aus?

Quelle: https://youtu.be/L_fvmVb2exE – by jingbon

Im Grunde läuft der Guild War dort nicht viel anders ab als bei uns. Es ist eine Mischung aus dem Trampolin-Park auf Koks und den Arcanisten, die sich in den Statuen verstecken und ihre AoE-Angriffe spammen, um Spieler direkt nach dem Respawn abzustauben.

Ansonsten ist es sehr viel voller, als man es vielleicht bei uns gewohnt ist (was vielleicht auch daran liegt, dass man dort nicht die freien Plätze bei der Anmeldung blockiert). Die rege Teilnahme wirft durchaus ein attraktives Licht auf den Guild War; wäre da nicht ein kleiner Haken…

PlayPark FlyFF und der Speed-Shop

Vermutlich kann sich jeder denken, dass PlayPark diesen Speed-Server nicht aus reiner Nächstenliebe auf die Beine gestellt hat. Natürlich steht hier ein finanzielles Interesse im Vordergrund. Unglücklicherweise positioniert man dieses Interesse an genau der Stelle, die den meisten Spielern am wichtigsten ist: dem PvP.

Dass der Cash Shop von FlyFF nicht nur kosmetische Gegenstände oder Hilfsmittel zum Aufwerten von Ausrüstung bereithält, ist durchaus bekannt. Fashion Sets, Cloaks und Masken mit gewissen Boni gibt es schon lange. Der Speed-Shop von PlayPark geht hier aber noch einen Schritt weiter und bietet unter anderem auch ganze Schmuck-Sets an, wie wir sie uns gewöhnlich teuer und/oder hart bei bestimmten Events erarbeiten müssen. Somit wird auch der Guild War in erster Linie zu einem Pay2Win-Gemetzel verschandelt.

Fazit

Der Meteonyker Speed-Server von PlayPark FlyFF ist eigentlich ein ganz interessantes Konzept. Leider steht jedoch der Cash-Grab-Aspekt sehr stark im Vordergrund. Attraktive Preise für die höchsten Spieler in der Rangliste verleiten sehr stark dazu, die Angebote des Speed-Shops zu nutzen. Leider hat man jedoch nicht sehr lange etwas von den gekauften Gegenständen, da sie nur für den Zeitraum der Saison zur Verfügung stehen.

Auch der PvE Aspekt leidet unserer bescheidenen Meinung nach sehr an den pServer ähnlichen „Features“, die sehr schnell den Reiz an einem eigentlich sehr grindlastigen Spiel einbüßen.

Interessantes Konzept, zu kapitalistische Umsetzung.


Habt ihr aktiv auf dem Speed-Server gespielt? Was sind eure Eindrücke? Wie habt ihr den PvE- und PvP-Aspekt erlebt? Was denkt ihr über den Cash Shop in Verbindung mit der temporären Verfügbarkeit durch das Saison-Konzept? Aber noch viel wichtiger… Wie geht eigentlich der Clockworks mit der lästigen Zeitumstellung um? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!