Kleine oder größere Katastrophen gibt es in Onlinespielen immer mal wieder. Insbesondere alte Spiele, deren technische Grundlage in den frühen 2000er Jahren festhängt, sind in der heutigen Zeit sehr anfällig.

Unser schönes FlyFF fällt unglücklicherweise in genau dieses Muster. Dass hier bereits seit vielen Jahren eine Menge nebulöser Sachen in den Schatten passieren, ist sowohl bekannt als auch nicht verwunderlich. Am vergangenen Wochenende traten diese Abgründe jedoch stark in das Licht der Öffentlichkeit; mit erheblichen Folgen für das gesamte Spiel.

Was ist am Wochenende passiert?

Ursprünglich hatten wir nicht vor, auch nur irgendwas über diesen Vorfall zu bringen. Wir sind der Ansicht, dass man diesen zwielichtigen Vollpfosten nicht noch unnötig Aufmerksamkeit schenken sollte (schon gar nicht, wenn sie gezielt danach suchen). Aus diesem Grund werden wir die Informationen so trocken wie möglich halten und sie auf das Nötigste beschränken.

Am vergangenen Wochenende kam es auf dem deutschen Server Yggdrasil zu vermehrten Duping-Aktivitäten. Anstatt diese Geschichten möglichst im Hintergrund abzuziehen, suchten sie dieses Mal jedoch bewusst das Licht der Öffentlichkeit. Es kam zu unzähligen Serverabstürzen und viele illegal erstellte Gegenstände fanden ihren Weg in die Inventare der Serverbevölkerung, die gierig lechzend den Wunsch nach Aufmerksamkeit der verantwortlichen Personen befriedigte.

Die geballte Last der Geschehnisse trifft auf WEBZENs Aufmerksamkeit

Da bekanntlich am Wochenende niemand beim offiziellen Publisher im Büro sitzt, wurden sie erst am heutigen Montag auf diese Situation aufmerksam. Bedenkt man die massive Intensität dieser Vorfälle, kann man sich vorstellen, wie es auf den offiziellen FlyFF Discord Servern zuging. Weltuntergangsgeschichten werden laut und man fordert Rollbacks. Letztere werden von den lauthals schreienden Spielern als das einzig mögliche Allheilmittel angepriesen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, was für einen Albtraum ein solcher Rollback eigentlich darstellt.

Inmitten dieser lauten und brodelnden Flut an Chatnachrichten sitzen die armen GMs, versuchen einen Überblick zu erlangen und dieser Lage Herr zu werden. Nach einer kurzen Einschätzung teilen sie sogar die Meinung der Community und möchten Gala Lab in ihrem Bericht zu einem Rollback raten.

Der aktuelle Stand der Dinge

Wie es bei solchen Situationen üblich ist, wird zunächst alles untersucht. Direkt heute Morgen gab es aber bereits eine Notfallwartung, die nach Aussagen von WEBZEN die Serverprobleme vom Wochenende beheben soll. Im Zuge dessen wurde temporär der Zugriff auf die Gildenbank deaktiviert.

Anschließend haben unsere GMs den kompletten Montag damit zugebracht, diesen Vorfall zu untersuchen und einen umfassenden Bericht für Gala Lab zu verfassen. Wie es nun weitergeht, steht allerdings in den Sternen. Ein Rollback ist noch nicht zu 100% sicher. Nun hängt alles davon ab, wie Gala Lab mit dieser Geschichte umgehen wird. Über neue Erkenntnisse will man die Community auf dem Laufenden halten.

Auch wir werden die Situation im Auge behalten und weitere Neuigkeiten in unserem Newsticker kommentieren.