Das Chaos der Hacking Vorfälle vom vorletzten Wochenende hing ganz FlyFF über die gesamte vergangene Woche in den Knochen. Die Folge waren ein deaktiviertes Gildenlager und massenweise Accounts, die zu Untersuchungszwecken gesperrt worden waren. Doch der Schrecken war noch nicht vorbei…

Pünktlich zum vergangenen Wochenende machte ein weiterer Exploit öffentlich die Runde und sorgte für Unruhe bei den Spielern und dem Publisher. Es folgt eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse.

FlyFF God-Mode / One-Hit Tool veröffentlicht

Wir sind noch immer kein großer Fan davon, Cheatern und Hackern Aufmerksamkeit auf unserer Plattform zukommen zu lassen. Da diese Geschehnisse aber wieder einmal größere Wellen schlugen, gehen wir dennoch so oberflächlich wie möglich darauf ein.

Am vergangenen Freitag veröffentlichten Leute ein Tool auf einer zwielichtigen Plattform. Damit war es möglich einige Charakter-Modi zu verwenden, die eigentlich nur den Game Mastern vorbehalten sind. Unter anderem ein Unsterblichkeitsmodus und ein One-Hit-Modus, mit dem man Monster und Spieler mit einem Treffer besiegen konnte.

Für gewöhnlich werden solche Tools nur unter der Hand in einem kleinen Kreis weitergereicht oder sogar für teures Geld verkauft. In diesem Fall ist das Tool allerdings komplett öffentlich.

Die FlyFF Community ist außer sich

Die Reaktionen der Community auf diese Entwicklung sollten nicht schwer zu erraten sein. Verschwörungstheoretiker, die das Spiel bereits am Wochenende zuvor im Grab gesehen haben, sahen in diesen Geschehnissen nun den endgültigen Gnadenstoß für FlyFF. Wieder einmal brannten sprichwörtlich die Community Plattformen.

Vergleicht man aber diese Geschehnisse mit denen vom Wochenende zuvor, stellt man fest, dass eigentlich gar kein so großes Chaos herrschte. In erster Linie nutzte man das Tool, um ein wenig in der PvP Arena zu trollen. Andere nutzten es zum Farmen oder Leveln. Zwar richtete das auch einen gewissen Schaden an, allerdings war das nur ein winziger Bruchteil von dem, was am Wochenende zuvor abging.

Dem Buschfunk nach zu urteilen griff WEBZEN aber auch hier hart durch und hat Nutzer dieses Tools ihrer gerechten Strafe zugeführt. Laut einigen Gerüchten betrifft das wohl sogar den aktuell amtierenden Lord von Yggdrasil. Hierzu liegen uns allerdings keine konkreten Fakten vor.

WEBZEN und Gala Lab reagieren

Auch, wenn dieses Tool über das gesamte Wochenende tobte, dürfte der Schaden recht gering ausgefallen sein. Weiterhin reagierten WEBZEN und Gala Lab recht schnell auf diese Geschehnisse. Dieses Mal war es allerdings auch verhältnismäßig einfach, da das Tool öffentlich zugänglich war.

Mit der Serverwartung vom vergangenen Dienstag wurden ein sehr großer Teil der illegal erstellten Gegenstände entfernt, die am Wochenende zuvor so großzügig verteilt wurden. Spätestens mit der außerplanmäßigen Serverwartung von heute sollte auch das God-Mode / One-Hit Tool nicht mehr funktionieren. Weiterhin ist das Gildenlager nun wieder zugänglich.

Sind damit jetzt alle FlyFF Exploits gefixt?

So unschön und aufreibend die vergangenen zwei Wochen auch waren, hat es durchaus etwas Gutes. Technisch gesehen hat FlyFF damit einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht. Glaubt man den Stimmen aus dieser zwielichtigen Szene, waren diese beiden Exploits bereits seit vier oder fünf Jahren in Verwendung.

Dass sie nun gefixt sind bedeutet allerdings nicht zwingend, dass FlyFF jetzt komplett sicher ist. Es ist nach wie vor ein sehr altes Spiel, das auf einer extrem alten Engine basiert. Wie auch schon in der Vergangenheit, stoßen findige Leute vermutlich früher oder später auf neue Sicherheitslücken. Hoffentlich werden sie nicht all zu schnell fündig.


Wie habt ihr das vergangene Wochenende erlebt? Musstet ihr Einschränkungen durch die Tool-User erleiden? Was haltet ihr allgemein von solchen Cheater-Tools? Aber noch viel wichtiger… Was macht der Zombiger, wenn die Batterie seiner Helmlampe leer ist? Lasst es uns gern in den Kommentaren wissen!